Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
Kursangebote >> Politik, Gesellschaft, Umwelt >> Aktuelles aus Politik und Gesellschaft - Zeitgeschichte

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Vor siebzig Jahren zwischen Schutt, Schande und Schuld entstanden und zunächst nur als Übergangsregelung gedacht, hat sich das Grundgesetz zügig zur Grundordnung der Politik entwickelt und dabei im Laufe der Zeit aus vielen Bürgern Verfassungspatrioten werden lassen.
Heutzutage ist das Grundgesetz ein Exportschlager und wird in aller Welt gelesen, geachtet und gern kopiert. Welche Faktoren haben zum Gelingen dieses Experiments beigetragen? Welche Leitideen sind gegenwärtig von Bedeutung? Und welche relevanten politischen Wirkungen gehen von diesem Dokument tatsächlich aus? Um diese Fragen wird es im Vortrag mit anschließender Diskussion gehen.

wenig Teilnehmer Lange Nacht der VHS - Klima und Klimawandel

( ab Fr., 20.9., 18.00 Uhr )

Heimat hat Konjunktur: Als politisches Thema, literarisches Sujet, wissenschaftlich diskutiertes Konzept sowie als Marke ist sie allgegenwärtig. Heimat ist vielfältige Projektionsfläche, Sehnsuchtsort und ein umstrittenes Konzept.
Die Kulturwissenschaftlerin Dr. Uta Bretschneider beleuchtet das Thema Heimat im Rahmen der Lesung in der Volkshochschule "Karl Mundt" Suhl. Die Autorin liest aus ihrer 2019 bei der Landeszentrale für politische Bildung erschienenen Broschüre "Heimat - Räume, Gefühle, Konjunkturen".
Die Deutungen und Umdeutungen von Heimat seit dem Ende des 20. Jahrhunderts, ihre Vereinnahmungen und Verdrängungen sowie die aktuellen Diskussionen darum werden thematisiert. Ideen, Wahrnehmungen und Erwartungen, die mit dem Begriff verknüpft sind, spielen dabei ebenso eine Rolle, wie die Heimatqualitäten Thüringens und transnationale Perspektiven auf Heimat.
(in Kooperation mit der Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)

2019 jähren sich zum 30. Mal die Ereignisse der Friedlichen Revolution von 1989. Der Vortrag beleuchtet die Ereignisse in Suhl und in Südthüringen. Anhand von Fotos aus der Zeit wird ein Einblick in die Vorgeschichte, in die oppositionellen Bewegungen und die Lebensverhältnisse der 1980er Jahre gegeben. Die Ereignisse in der Region im Herbst 1989 werden kritisch dargestellt. Ein Ausblick auf die Folgen der Friedlichen Revolution soll zur Diskussion im Anschluss anregen.

wenig Teilnehmer 100 Jahre VHS: Antisemitismus

( ab Mo., 18.11., 18.00 Uhr )

(in Kooperation mit dem Thüringer Landesverfassungsschutz)

Antisemitismus - eine leider wieder stärker werdende ablehnende Einstellung zum Judentum! Im Vortrag werden die weit zurück reichenden Wurzeln des Antisemitismus dargelegt und wird über neue Erscheinungsformen gesprochen. An Hand aktueller Beispiele werden die Gefahren, die diese Ideologie mit sich bringt, aufgezeigt.
Unsere Gesellschaft driftet auseinander - dies ist zumindest das Gefühl vieler Menschen und auch in den Medien immer wieder zu hören. Vor allem bei den Themen Migration und Integration verhärten sich die gegensätzlichen Standpunkte: sachliche Auseinandersetzungen mit Andersdenkenden kommen kaum zustande, stattdessen mehren sich Angriffe auf unser demokratisches System, auf die öffentlich-rechtlichen Medien und auf die Vielfalt als Grundlage unseres Zusammenlebens. Die Erfolge populistischer Parteien können dabei als Ausdruck einer zunehmenden Sehnsucht nach einfachen Wahrheiten gesehen werden.
Im Rahmen der Veranstaltung wird es um grundlegende Fragen gehen: Wie steht es aktuell um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft? Welche sozialen und kulturellen Hintergründe gibt es für den Erfolg von Rechtspopulisten? Wie sind die Ergebnisse der Wahlen im Wahljahr 2019 in diesem Zusammenhang zu bewerten? Wie können wir als Gesellschaft - aber auch als Einzelpersonen - zu mehr Zusammenhalt beitragen?

Richard Gebhardt ist Politikwissenschaftler, Publizist und Referent in der Erwachsenenbildung. Er erforscht in Kommentaren, Essays, Vorträgen und Workshops bevorzugt die Bruchlinien und Unterströme der politischen Kultur in der Bundesrepublik Deutschland - von den Protesten der "sozialen Bewegung von rechts" bis hin zu den vermeintlich "unpolitischen" Fankulturen des Fußballs. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die "neue", extreme und populistische Rechte in Deutschland.
(in Kooperation mit dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Außenstelle Suhl, BStU)

Am 2. November 1989 trat Hans Albrecht, der langjährige 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Suhl, von seinem Amt zurück. Einige Tage später erfolgten seine Verhaftung und der Parteiausschluss aus der SED. Albrecht gilt heute als Paradebeispiel eines SED-Apparatschiks.
Er war berühmt und berüchtigt für seinen autoritären Herrschaftsstil, Amtsmissbrauch und Günstlingswirtschaft. Ferner trug er als Mitglied im Nationalen Verteidigungsrat politische Mitverantwortung für das DDR-Grenzsicherungsregime. Der Vortrag wird wichtige biografische Etappen im Leben Hans Albrechts vorstellen und seine Rolle als 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Suhl beleuchten.
(Veranstaltung der Stadt Suhl in Kooperation mit der VHS Suhl, ThLA, BStU)

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Volkshochschule "Karl Mundt" Suhl

Meininger Str. 89
98529 Suhl

Tel.: 03681 806060
Fax: 03681 80606-21
E-Mail: info@vhs-suhl.de

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